2019


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SPD-Senioren wählen Günther Ramsauer einstimmig zu ihrem Landesvorsitzenden


Wiedergewählter Vorsitzender Günther Ramsauer

„Wir sind eine solidarische fortschrittliche Partei, wir brauchen keine Unterorganisationen wie ‚SPD pur‘ oder ähnliches. Auf die SPD- Senioren kann sich die Partei voll verlassen. Wir werden aber, entsprechend unserer Mitgliederanzahl und Erfahrung noch lauter und ‚frecher‘ werden“, so mutig und selbstbewusst führte Günther Ramsauer, Vorsitzender der AG 60plus-RLP in die Landeskonferenz der AG 60plus-RLP am 12.08.2019 in Bodenheim am Rhein ein.

Kurt Beck appellierte in seinem bemerkenswerten Grußwort an die Delegierten und die gesamte SPD: „Sozialdemokratische Themen liegen auf der Straße, wir müssen sie nur aufheben und dafür kämpfen! Friedenspolitik, Klimapolitik, innere Sicherheit und soziale Gerechtigkeit sind Voraussetzungen für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Der notwendige Strukturwandel muss aktiv angegangen werden. Die Mamutaufgabe der Konversion von militärischen Liegenschaften in RLP, die durch die SPD-geführten Landesregierungen der vergangenen Jahre gemeistert wurden, sind ein gutes Beispiel dafür.
Beim Pokalspiel am letzten Samstag hat der 1.FCK gezeigt, wie eine Mannschaft über den Kampf ein Spiel gewinnen kann. Mit gesenktem Haupt gewinnt man kein Fußballspiel und keine Wahlen!“, so der ehemalige Ministerpräsident und SPD-Ehrenvorsitzende von RLP.

In weiteren Grußworten von Daniel Stich, SPD-Generalsekretär RLP, Nina Klinkel, MdL, Thomas Becker-Theilig, Ortsbürgermeister von Bodenheim und Agnes Roggen-Wedel, Vertreterin der SPD-Arbeitsgemeinschaften wurde die Arbeit der AG 60plus gewürdigt und der Wunsch geäußert, dass die SPD- Senioren weiter bei der „Stange“ bleiben.

Alle Anwesenden waren gespannt auf das Referat „Sozialstaat 2025 – Lebensstandardsicherung und alternativen zur Altersarmut“ des ehemaligen SPD-Genossen und Gastredner Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Politikwissenschaftler und Armutsforscher: „Mir blutet das Herz, wenn ich die aktuellen Umfragewerte der SPD sehe“, so eröffnete er seinen Redebeitrag. Doch dann hat er den Genossen und Genossinnen die Leviten gelesen. Dabei hat der „Armutsprofessor“, wie er in den Medien genannt wird, es nicht auf seine Altersgenossen im Saal abgesehen, sondern auf die Parteiführungen der letzten Jahre. „Ursache der heutigen Situation zur Armut war die Deregulierung des Arbeitsmarktes, die Agendapolitik der Rot-Grünen Regierung unter Gerhard Schröder: Eine Umverteilung von unten nach oben, die auf eine Studie der Bertelsmann-Stftung zurückgeht und nicht etwa auf Experten der Regierung oder der Fraktionen“, sagte der Armutsforscher. In seinem Buch „Armut – Basiswissen“ hat er die Fakten zusammengetragen und daraus berichtet. „Es gilt nach wie vor das Zitat von Berthold Brecht: ‚Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich‘“, so Butterwegge.
Seine Forderungen zur Reparatur des Deutschen Rentensystems entsprechen zu fast 100% des Antrages der AG 60plus-RLP von 2017 „Umbau des deutschen Rentensystems“.
Butterwegges Forderung an die SPD: „Glaubwürdigkeit, soziale Gerechtigkeit, Gleichheit, Gradlinigkeit! Dann kommt ihr wieder auf die Erfolgsspur“.
Beim Schlussapplaus wurde deutlich, wie stark die Delegierten mit der Analyse und Therapie des Vortragenden übereinstimmten. Bei der anschließenden Aussprache forderte ein Vorstandsmitglied den Wissenschaftler auf: „Kommen Sie zurück in die SPD und helfen Sie mit, unsere Partei wieder auf den richtigen Pfad der Sozialpolitik zu bringen!“.

In seinem Rechenschaftsbericht informierte Günther Ramsauer die Delegierten über die Arbeit des Vorstandes in den beiden letzten Jahren: „Wir waren sehr fleißig, nicht nur bei Wahlkämpfen und Vortragsveranstaltung, auch in der politischen Arbeit können wir uns sehen lassen. 21 Anträge zu verschiedenen politischen Themen wurden vom Vorstand erarbeitet bzw. von den Regionalverbänden übernommen“. Auch zu dieser Konferenz wurden 7 Anträge gestellt, darunter 4 Anträge zum Klimaschutz.

 

Bei der Landeskonferenz haben die Delegierten der AG 60plus-RLP ihren Vorstand neu gewählt. Dabei wurde der bisherige Vorsitzende Günther Ramsauer einstimmig in seinem Amt bestätigt. Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
StellvertreterInDr. Dieter Börsch (KO), Ingrid Reske (LU), Hans Schäfer (Klein-Winternheim)
Schriftführer und Pressesprecher: Wolfgang Thiel (Hergersweiler)
Beisitzer: Ingo Degner (KO), Marianne Degreif (Ingelheim), Waltraut Fedderkiel (LU), Karl-Heinz Geier (SP), Robert Gensmann (Becheln), Edgar Henkel (Dienheim), Dr. Anton Miesen (Dienheim), Brigitte Schauf-Schneider (KO), Motee Spanier (Remagen), Christine Thirolf (Bad Breisig).

Peter Bahm, Klaus Böhm, Rolf Ohk, Gabriele Strobel und Anni Turiaux sind ausgeschieden. Die Delegierten und der Vorstand haben die ehemaligen Vorstandsmitglieder mit dankendem Beifall verabschiedet.

Alexander von Rettberg, der als Stellvertreter nicht mehr kandidierte, hat die Konferenz professionell mit viel Fingerspitzengefühl geleitet. Er wurde ebenfalls verabschiedet und bekam großen Applaus für seine über 12-jährige Tätigkeit als stellevertretender Vorsitzender.
(W.T.)

 

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