Gute Arbeit bringt eine gute Rente

Veröffentlicht am 02.03.2017 in Pressemitteilung

Zu diesem Thema hatte die Arbeitsgemeinchaft SPD 60plus des SPD-Ortsvereins Alzey die Bürgerinnen und Bürger der Stadt in das SPD-Bürgerbüro eingeladen, und konnte bei der Veranstaltung ein reges Interesse aus der Bürgerschaft registrieren. Heinrich Keuper (Wörrstadt), Ehrenvorsitzender der AG SPD 60plus von Alzey-Worms, berichtete zuerst von dem Antrag des Landesverbandes der AG SPD 60plus an den Landesparteitag für ein neues Rentensystem, in welchem unter anderem die Schaffung einer Erwerbstätigenversicherung, das heißt eine Rentenversicherung für alle Berufstätige und alle Einkommensarten, also auch für alle Vermögende, Unternehmer, Selbstständige und Beamte gefordert wurde, sowie eine Sozialisierung der Renten.

Doch dann fragte der Referent: „Muss die gesetzliche Rentenversicherung wirklich grundlegend reformiert werden?“ Denn auch ein höheres Rentenniveau schützt nicht vor Altersarmut. so lautet eine Stellungnahme von Rentenfachleuten und würde nicht verhindern können, dass bei zwei Dritteln der heute von Altersarmut Betroffenen, trotz einer erheblichen Erhöhung des Rentenniveaus, es nicht dazu führen würde, dass sie ein Renteneinkommen oberhalb der sozialen Grundsicherung bekommen würden.

Es zeige sich, so folgerte der SPD-Politiker, dass, um ein sorgenfreies Rentnerdasein führen zu können, ein auskömmliches Einkommen durch faire Löhne und dauerhafte und langfristige Beschäftigung die besten Voraussetzungen sind, dass gute Arbeit gleich gute Rente bedeutet. Denn Niedriglohn und befristete Arbeit schmälern die Rente, daher kann man sagen, gesicherte Arbeit und auskömmliche Löhne lösen die Rentenprobleme!

Trotz einiger wirtschaftlich schwierigen Jahre mit mehr oder weniger ausgeprägten Wirtschaftskrisen sind seit der Jahrtausendwende, also in 15 Jahren, die Tariflöhne real, das heißt nach Abzug der Teuerungsrate, nur um 10,1 Prozent gestiegen, die durchschnittlichen realen Bruttolöhne aller Lohnempfänger jedoch nur um 1,5 Prozent! Das bedeutet, dass für die Beschäftigten in Betrieben, in denen es keine Gewerkschaften und keine Tarifverträge gibt, die Einkommensverhältnisse gegenüber dem Jahre 2000 real gesunken sind, und zwar, gemäß einer einfachen Dreisatzrechnung, wenn 19 Millionen Beschäftigte Löhne nach Tarif beziehen und es circa 36,5 Millionen lohnabhängige rentenversicherungspflichtige Beschäftigte
gibt, um rund 8 Prozent! Da es sich bei allen Werten um Mittelwerte handelt, gibt es in unserem Lande Menschen, die heutzutage real 10 oder 15 Prozent weniger verdienen als vor 15 Jahren! Damit aber später auch weniger Rente bekommen.

Darum, so schloss Heinrich Keuper seine Ausführungen, wenn es uns gelingt, dass die Einkommen nicht nur für die größeren Unternehmer, deren Manager und den Besserverdienenden der oberen Mittelschicht, ein gehobenes Niveau erreichen, sondern, dass auch ein Familienvater wieder allein seine Familie ernähren, dass eine Alleinerziehende ihren Kindern eine frohe Kindheit bieten kann, dass Wohlstand und Lebensqualität auch für die untere Mittelschicht und für die Sozialschwachen unserer Gesellschaft ein erreichbarer Zustand wird, dann haben wir auch das Rentenproblem gelöst. Wenn wir wieder dahin kommen, dann werden die Menschen keine Angst mehr um ihre Zukunft haben und brauchen nicht, um die Politik auf unzumutbare Umstände hinzuweisen, die Völkisch-Nationalen, die AfD wählen.

Darum packen wir es, folgen wir Martin Schulz, sorgen wir für mehr soziale Gerechtigkeit. Handeln wir nach dem Motto: „Gute Arbeit gleich gute Rente!“


Alzey, den 21. Februar 2017
Heinrich Keuper

 

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