Wahlaufruf: Die SPD braucht Dich!

Veröffentlicht am 04.08.2017 in Aktuell

Gerade jetzt im Wahlkampf, wo es um alles geht, wo es um die Unterstützung unseres Kanzlerkandidaten Martin Schulz geht, ist mein Aufruf vom 29.08.2016 aktuell wie nie zuvor. Darum wiederhole ich ihn nochmals. Wenn die Chancen den Medienberichten nach nicht rosig aussehen, müssen wir alle uns weiter engagieren, denn denken wir an unsere letzte Landtagswahl, auch da schienen wir einige Wochen vor der Wahl schon als abgeschrieben. Doch mit der Person von Malu Dreyer und unser Engagement haben wir es doch noch geschafft. Auch Martin Schulz kann es mit seinem Einsatz für mehr Gerechtigkeit noch schaffen, wenn wir unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern zeigen, dass wir die Politikwende wollen, dass wir uns begeistern für Martin Schulz und seine Politik!

 

Liebe Genossinnen, liebe Genossen, ihr seit wohl schon vor vielen Jahren, vielleicht schon vor Jahrzehnten mit Begeisterung in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands eingetreten. Sei es als junger Mensch, der sich begeisterte für die damaligen progressiven zukunftsorientierten Zielvorstellungen dieser Partei, sei es als Mensch mitten im Berufsleben, dem die Ungleichheiten in unserer Gesellschaft ein Dorn im Auge waren, sei es als Gewerkschaftler, der sich engagiert für eine gerechtere Arbeitswelt und auskömmliche Bezahlung geleisteter Arbeit. Einige von Euch, liebe Genossinnen und Genossen, wurden Mitglied in der SPD, weil das kommunale Ortsgeschehen sie interessierte und sie motiviert sich als Bürger für die Bürger einsetzen wollten. Doch egal ist, das wie, das warum ihr Mitglied der SPD, ihr Sozialdemokraten wurdet, ihr gehört zu den vielen im Lande, die sich für Freiheit, Demokratie, Solidarität und Gerechtigkeit einsetzen!

Doch einige von euch haben sich im Laufe der Zeit aus der aktiven Mitarbeit in der Partei, aus dem Politischen zurückgezogen, teilweise deswegen, weil sie mit den politischen Entscheidungen der Partei nicht einverstanden waren, oder weil sie mit einzelnen Personen in den Führungsgremien der Partei nicht klargekommen sind, oder kurzum, weil vielleicht mehr Einflussmöglichkeit, mehr Mitsprache erwartet wurde. Auch die enormen Anforderungen auf dem Arbeitsplatz haben manchen genötigt, das Engagement für die sozialdemokratische Idee zu reduzieren. Aber alle sind im Inneren Sozialdemokraten geblieben!

 

Die Organisation muss die Mitglieder mehr einbinden.

Aber auch die Partei, die Parteiorganisation hat oft, manchmal zu oft, versäumt die einzelnen Genossinnen und Genossen gezielt anzusprechen, sie zu integrieren. Die Information der einzelnen Mitglieder lässt oft zu wünschen übrig. Der Eine oder Andere fühlt sich mit Recht vernachlässigt, denn die Basisarbeit in der Partei funktioniert nicht immer so, wie es sein sollte. Das liegt unter anderem daran, dass in den Ortsvereinen, aber auch manchmal in den Unterbezirken, nicht die nötigen aktiven ehrenamtlichen Kräfte, aber auch oft die entsprechenden Organisationsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, um eine umfassendere Mitgliederbetreuung durchführen zu können. Viele der Führungskräfte sind durch ihren kommunalpolitischen Einsatz im Stadt- / Gemeinderat oder Kreistag so eingespannt, dass sie weiterreichende Arbeiten kaum noch bewältigen können. Früher nannte man das auch „Ämterhäufung“. Doch was bleibt übrig, wenn man die anfallenden politischen Aktivitäten nur noch auf ein paar wenige verteilen kann.

Dieser Zustand ist sehr schade, denn mit dem Verlust eines intensiven Kontaktes zu den Mitgliedern, eines gemeinschaftlichem Miteinander, kann bei dem einzelnen Parteimitglied der Eindruck des ausgeschlossen werden entstehen. „Man zahlt zwar den Beitrag für die SPD, und das war´s dann“, hört man dann schon einmal als resignierende Reaktion.

Doch dieser Eindruck, diese Meinung ist falsch. Die SPD hat leider in den letzten Jahren viele seiner Mitglieder verloren, sie verfügt zurzeit über noch etwa 450 Tsd. Mitglieder.

Davon sind aktiv in der Parteiarbeit cirka 10 bis 15 Prozent, weitere 10 Prozent kommen dann und wann zu parteiinternen Veranstaltungen, der Rest ist die schweigende Mehrheit. Ja, in manchen Bereichen oder Ortsvereinen oder den Arbeitsgemeinschaften, wie zum Beispiel der AG60plus sieht es noch schlimmer aus. Das Ortsvereins Sterben nimmt ständig zu, und zählt man die Ortsvereine dazu, die nur noch auf dem Papier bestehen, wo eine politische Parteiarbeit nicht mehr stattfindet, dann muss man resümieren, dass eine Straffung der Parteiorganisation dringend erforderlich ist, nicht nur der Kosten wegen.

 

Wir brauchen jedes Mitglied im Kampf für unsere Politik.

Wir müssen wieder engeren Kontakt zu unseren weniger aktiven Mitgliedern bekommen. Wir müssen unseren Mitgliedern signalisieren: „Die SPD braucht dich!“ Dazu sollten vielleicht neue Wege der Information, der Meinungsbildung eingeschlagen werden, die aber auch die Möglichkeiten der älteren Generationen beachten. Aber vor allem, die Priorität des persönlichen Gespräches mit unseren Mitgliedern muss wieder mehr Bestandteil der internen Parteiarbeit werden, denn unsere Mitglieder sind das Pfund mit dem wir (noch) wuchern können. Sie sind die Multiplikatoren für eine notwendige Meinungsbildung. Sie dürfen wir nicht nur im Wahlkampf einsetzen, sondern auch als Faktor für langfristige politische Willensbildungen in der Öffentlichkeit, aber auch bei der (notwendigen) parteiinternen Meinungsfindung.

Gerade in den drohenden Auseinandersetzungen mit den rechten, völkisch-nationalen Kräften brauchen wir die Mobilisierung unserer Mitglieder, unserer Genossinnen und Genossen. Für diese Auseinandersetzung um unsere Ziele: „Für mehr Demokratie, Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit“, sollten wir alle unsere Kräfte, alle unsere Mitglieder aktivieren. Denn über unsere Mitglieder erreichen wir auch die Mehrheit unserer Bürgerinnen und Bürger. Darum: „Alle Mann (und alle Frauen) an Deck!“ Und deswegen, liebe Genossinnen, liebe Genossen, lautet das Motto: „Die SPD braucht dich!“

In diesem Sinne,

 

Wörrstadt, den 29.08.2016 und 29.07.2017

 

          Heinrich Keuper

Beauftragter für Pressearbeit

  Landesvorstand AG60plus

 

 

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